Vielleicht ist der innere Tod ein Kompromiss. Innen ist es tot, doch der Körper, in dem das Innen wohnt, lebt. Er funktioniert vielleicht nicht mehr richtig, dennoch lebt er.
Er ist verschwunden. Nein, nicht richtig. Er ist da. Ich weiß es, er weiß es. Doch manchmal, da verschwindet er. Für Monate. Und dann, dann kehrt er zurück. Umso intensiver, lässt mich Nachts nicht los. Manchmal auch nichts tagsüber. Doch im Moment ist er einfach nur verschwunden.
Seit ein paar Tagen treibt mich ein Gedanke in den Wahnsinn. Schokoladendiät. Funktioniert das? Funktioniert das auch, wenn man ernsthaft soviel Schokolade (fr)isst, wie man will? Auch mit dunkler, heller, weißer Schokolade gemischt? Ich kotze noch immer jegliche feste Nahrung wieder aus. Zumindest geht es wieder, dass ich sie (fr)esse. Aber danach muss sie wieder raus. Flüssig ist in Ordnung. Bis zu einer gewissen Grenze ist flüssig in Ordnung. Ich glaube nicht, dass ich die Schokolade drinbehalten könnte. Auch nicht im Rahmen einer Schokoladendiät. Dennoch schreit es jeden Tag aufs Neue in meinem Kopf `Schokoladendiät`. Es wird böse in meinem Kopf, wenn ich es wage, nicht darüber nachzudenken. Und langsam setzt es mich so sehr unter Druck, dass ich es bald versuchen muss, obwohl ich noch nichteinmal ein richtiges Verlangen nach diesem süßen Dreck habe.
Es fehlt. Der Bauernhof meiner geliebten Tante. Der wunderschöne Bauernhof. Und die Sicherheit der Tierheimhunde. Beides fehlt. Beides hielt mir vor Jahren hier. Es fehlt.
13:09
Und wo durchsichtige, salzige Tränen nicht fließen (können), fließen rote, süße Tränen über die schneeweiße Haut.
Woher kommt dieser Ekel? Dieser absolute Ekel nach dem Essen? Nein, nicht auf das Gewicht oder die Zunahme bezogen. Ein anderer Ekel. Ich kenne ihn von vor vielen Jahren, als meine Essstörung nur zart und sehr selten an die Oberfläche trat. Dieser Ekel. Damals überfiel er mich urplötzlich, in keiner bestimmten Situation. Absoluter Ekel. Jetzt kommt er nach dem Essen. Manchmal auch nicht. Manchmal reicht es, über den Körper nachzudenken. Es ist ein auffressender, unaushaltbarer, ekelhafter Ekel. Ekel bei Berührung, Ekel allein bei Gedanken an Sexualität, Ekel bei Gewicht und Körpermaße, Ekel bei Sonnenschein, Ekel an langweiligen Nachmittagen. Auffressender, unaushaltbarer, ekelhafter Ekel.
13:38
Ich möchte wissen, wer ich bin. Wo ich bin. Wer und wo ich bin.
Verwirrt. Sehr verwirrt.
Dieser Ekel soll bitte aufhören!
13:38
Ich möchte wissen, wer ich bin. Wo ich bin. Wer und wo ich bin.
Verwirrt. Sehr verwirrt.
Dieser Ekel soll bitte aufhören!

Hallo
AntwortenLöschenVielen lieben dank für den Kommentar! Ich mag lange Kommentare!
Das mit deinen Meerschweinchen zu lesen hat mich sehr berührt. Da fühle ich mit dir mit!
Du hast diesen Blog hier neu angefangen?
die Sache mit der Schikoladendiät... habe ich auchschonmal versucht. Ist ein zimlich chaotisch simples Prinzip.
Ich wünsche dir einen guten Wochenstart.
liebste Grüsse
~Sisen
Das gefällt mir mehr:
AntwortenLöschen"Eher, mal will ich leben,
zumindest ein bisschen. Ein kleines Stück einfaches Leben."
Wenn man innerlich tot ist, funktioniert auch nicht mehr der Körper richtig.
Leider ist es so.
Das mit dem Ekel hört sich nicht berauschend an :/
Tut mir leid Liebes.
Drück dich :* ♥