24. Oktober 2010

Sie sind weg. Ich fühle nicht. Gar nichts. Ja, das kenne ich, aber es ist anders. Es fühlt sich an, als wäre ich innerlich tot. Nein, es ist kein Dahergerede, ich weiß es anders nicht zu beschreiben. Oft gedacht, dass es sich Innen tot anfühlt, aber niemals wirklich gefühlt, dass es Innen tot ist. `Was du nicht an dich ranlässt, kann dich nicht zerstören`, sagte ich mir gestern immer wieder. Ich habe mir verboten zu weinen, verboten zu trauern. Vielleicht, um es mir erklären zu können. `Was verboten ist, darf nicht existieren. Was nicht existieren darf, existiert nicht.` Und jetzt, jetzt ist es tot.

Sie sind weg. Meine geliebten kleinen Meerschweinchen. Das größte und letzte Glück meines Lebens. Ich sagte mir oft, du darfst nicht gehen, solange du deine Tiere hast. Du wirst bleiben, solange, wie sie bleiben. Du wirst sie versorgen, dich um sie kümmern und sie niemals alleine lassen. Sie gaben mir soviel. Viel mehr, als mir meine Mitmenschen jemals geben könnten. Und jetzt, jetzt sind sie weg. 

Und im Übrigen, wo wir schon bei den wundervollen Sprüchen und Gedankengängen sind. `Was ich nicht sehe oder lese, ist auch nicht passiert.` 




Vor fast 10 Jahren gab es Kraft für den Kampf, der heute verloren scheint.

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