17. Dezember 2010

Das Nage.getier hält Winterschlaf.


11:48

Doch was, wenn es mit dem Winterschlaf nicht klappt? Nicht genügend Fettreserven angefressen wurden? Richtig, dann sorgt man für genügend Fettreserven. Man frisst, ja frisst, stopft regelrecht Schokolade in sich hinein. Toast, Toast mit Käse, Toast mit toten Tierleichen. Man stopft weiter Schokolade, Brötchen, Brötchen mit dick Butter bestrichen. Man frisst weiter Tierleichen, Mayonaise, Ketchup. Man stopft solang und spielt sich vor, dass man die Fettreserven doch benötigt. Für den Winterschlaf. Dieser ist jedoch nicht möglich mit krampfartigen Bauchschmerzen. In Ordnung, kaum möglicher Winterschlaf lieber durch zuwenige Fettreserven, als durch solch böse Bauchschmerzen.
Und was ist, wenn das Kotzen nicht klappt? Nicht klappt, da man sich aufgrund des fehlenden Winterschlafs eine Erkältung zugezogen hat? Man zwingt sich an seine geliebten Grenzen, kotzt ein Viertel, mit gutem Glück die Hälfte, in der Hoffnung, es sei dreiviertel der gefressenen Menge.
Verdreckte Scheiße!

Es hilft nicht. Es hilft nicht. Ich schlage meine Arme wie wild geworden gegen die massiven Steinwände unseres Hauses. Es hilft nicht. Ich schlage weiter. Es hilft nicht. Ich schneide. Es hilft nicht. Ich schneide mehr, tiefer. Es blutet kaum. Es hilft nicht. Es klafft. Zuwenig. Es hilft nicht. Es hilft einfach nicht. 
Verdreckte Scheiße! HILFE!

Ich bin es doch selbst Schuld. Ich verfressenes Stück Dreck muss ja stopfen. Ich bin es doch selbst Schuld, worüber beschwere ich mich? Warum diese Panik?! Ich habe Tierleichen gefressen und gekotzt. Es ist die gerechte Strafe. Ich habe Tierleichen gefressen und gestopft. Ich bin eine Mörderin. Nicht nur deshalb. Ich bin eine elende, lügende Mörderin!

Doch, es hilft. Es blutet, es klafft mehr. Es hilft. Ein wenig.



Deutscher Stahl
Kalt und hart
Ein tiefer Schnitt
Durch Haut - so zart
Ein Schnitt wie durch Butter
Durchtrennte Venen
Das Ringen nach Luft
Ein letztes Flehen

Ich hör' dich sagen, du kannst nicht mehr
Du wünschst dir deinen Tod so sehr
Ich bin nicht gesegnet, ich bin nicht gnädig
Ich hab' einen Job - und der wird erledigt

Der Preis des Lebens ist der Tod
Deshalb hab' ich dich geholt
Du lebst für mich
Und jetzt nehm' ich dich
In meine Arme, in meine Arme

Ich mache keinen Unterschied
Zwischen Jung und Alt
Ob du arm oder reich bist
Läßt mich kalt
Ich heiß' euch alle willkommen
Ich liebe jeden
Alles, was ich will
Ist euer Leben

Eine silberne Kugel
Frißt sich ein Loch in dein Herz
Viel zu schnell
Du spürst nicht mal den Schmerz
Deinen Tod vor den Augen
Bahnt sie sich ihren Weg
Unaufhaltsam
Unentwegt

Ich hör' dich sagen, du kannst nicht mehr
Du wünschst dir deinen Tod so sehr
Ich bin nicht gesegnet, ich bin nicht gnädig
Ich hab' einen Job - und der wird erledigt

Der Preis des Lebens ist der Tod
Deshalb hab' ich dich geholt
Du lebst für mich
Und jetzt nehm' ich dich
In meine Arme, in meine Arme

13:06

Vorarb. Nicht zu Ernst nehmen, was ich heute schreibe. Der Wahn.sinn möchte einfach auch ein wenig Platz in diesem Blog.

Solang die Buchstaben nicht wieder fallen. Zusammenfallen. Aus der weißen Ordnung, hinein ins schwarze Chaos. Sie fallen. Springen auf. Bilden Muster. Fallen. Ordnen sich an. Fallen. Fressen? Nur noch eine Weile warten. Und woher der Hass? Der Hass auf Sie? Sie, die Ehemalige, die sich beste Freundin nannte? Sie hat Fehler gemacht, ich umso mehr. Vermutlich. Dennoch Hass, abslotue Sehnsuchst. Müde, lass` mich bitte schlafen. Nein. Lass` mich bitte schlafen, es geht nicht (mehr). Es muss, es wird, es ist. 
Und du wünscht dir Normalität, ja? Normalität? Du bist gefangen, in der verqueren Normalität. Du bist normal. Du bist trügerisch, arglistig, falsch. Drei, vier. Entscheide dich! Allein dies ein Zeichen deines falschen Wahngedankens.
Du glaubst, dein Schneiden wäre krank? Wer bestimmt das Kranke, das Normale? Du bist normaler, als jeder Langweiler dieser gottverkommnen Welt. Alles Fikiton, Traum. Du träumst. Du lebst nicht. Und du weißt es seit Jahren. Denn das reale Leben existiert nicht. 
Ende. Ende. Ende.
Ich finde nicht mehr raus. Alles nah, alles fern. Buchstaben fallen, Realitäten verschwinden.

14:37

Lösung gefunden. Alkohol. Im ersten Moment geglaubt, eine Lösung gefunden zu haben. Und dann? Dann bemerkte ich, dass ich vor kurzer Zeit die ganzen Vorräte schon versoffen habe. Rausgehen, neuen Alkohol kaufen? Geht nicht. Wieder gefressen, nur halb gekotzt. Zu fett. Zudem blutverschmiert. Ich sehe widerwärtig aus.
Tequila ist da. Ich mag keinen Tequila. Glühwein. Nein. Bier ohnehin nicht. Ich habe noch niemals Bier getrunken. Biergeruch ist das Widerlichste, das existiert in dieser unrealen Welt. Wer weiß, vielleicht existiert dieser Gerauch ja auch gar nicht und ist nur Einbildung. So wie alles um mich herum. So wie ich selbst.
Dieser ganze Dreckstag kotzt mich wortwörtlich einfach nur an!
Zudem ist dort ein weiteres, dreckiges Bedürfnis. Kann man es Bedürfnis nennen? Nein, vielleicht Pflicht. Pflicht? Wer weiß es schon. Doch, wer will ein verkotzt aussehendes, aufgeschlitztes, depressives Weib? Da sucht doch der perverseste Kerl das Weite.

Mir ist schlecht von meinen selbstmitleidigem Drecksgeschreibe.


14:59

Sms. Er ist mit seiner `besten`, 30kg schwereren Freundin auf dem Weihnachtsmarkt. Kommt später nach Hause. Vielleicht auch gar nicht. Ist heute Abend ja auf einem Geburtstag. Also erst heute Nacht.
Ich entschuldige mich für dieses Mitleidsgeschreibe. Es ist für heute bald vorbei. Meine Finger werden gerade taub. Wenigstens ein Teil meines Körpers, der in Ruhe schlafen kann.
Gute Nacht.

17:00 

Wieder runtergekommen. Nochmal kleines Gefresse, zuwenig Gekotze, aber immerhin. Langsam kehre ich zurück.

 




1 Kommentar:

  1. Ach Liebes :(
    Deine Worte machen mir Angst.
    Bitte bitte lass dir helfen. Bitte.

    ♥

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