01. Dezember 2010

Der Versuch eines Frühstücks. Ein einfaches Brötchen, ein Ei, ein paar dünne Scheiben Gurke. Ein Glas Multivitamintablette, 500ml ColaLight und das ekelhafte Gefühl zu platzen. Sport knapp 5 Minuten Kraftübungen. Es kämpft. Das Kotzen ist in letzter Zeit in den Hintergrund gerückt. Derzeit ist Sport wieder ein Thema. Und es kämpft in mir. Es fühlt sich widerlich an, diese Drecksnahrung in mir drin und dazu noch kein Sport. Es fühlt sich widerlich an, aber ich glaube, ich will nicht krepieren.

Ich darf nicht leben, ich muss krepieren. Nein, das ist kein dummes Dahergerede, es ist die Wahrheit. Aber ich glaube, ich will nicht krepieren, weil ich absolut feige und verlogen bin.

Ein bisschen Sport. Doch, ich denke, ein bisschen Sport. Wieso habe ich Idiot gefrühstückt?!


10:47

Meine Mutter lieferte mir gerade eben die Erkenntnis des Tages, als ich ihr sagte, dass mir meine `Überbrückungs-Psychologin` erneut eindringlich dazu riet, mich noch vor dem Klinikaufenthalt nächstes Jahr hier einweisen zu lassen.
`Warum suchst du dir denn bis zum Klinikaufenthalt im nächsten Jahr nicht einfach eine Arbeit? Vielleicht stabilisiert dich die Arbeit psychisch dann auch soweit, dass du nächstes Jahr gar nicht mehr in eine Klinik brauchst, weil es dir wieder gut geht?`
 Ich bin an meiner Lage mit Sicherheit selbst Schuld, da ich keine Hilfe annehme. Dennoch, mir fehlen gerade irgendwie die passenden Worte.
 

2 Kommentare:

  1. Hey :*

    Klar, ich würde mich freuen, wenn wir irgendwas zusammen machen würden. Sag einfach Bescheid, was du für eine Monodiät machen willst.
    Naja, bei mir ändert sich auch alles jeden Tag. Aber wir können es ja trotzdem versuchen :D

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  2. Dass du dich von den "klugen" Ratschlägen deiner Mutter nicht beirren lässt, beweist Stärke. Ihre Worte würden mich wütend machen, wenn ich nicht Mitleid empfinden könnte. Deine Mutter lebt offensichtlich in einer Welt fern von der Realität des menschlichen Seelenlebens. Sie wird, wenn sie nicht lernt, tiefer zu blicken, als alte verwirrte Frau enden, die die Menschheit nicht versteht. Einsam und verbittert.
    Oder wie siehst du das?
    Sie kann nichts dafür. Es geht über die Dinge hinaus, die sie sich erklären kann.
    Du bist eben anders. Sensibel. Fein und zerbrechlich. Und umso wertvoller.

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