29. November 2010

Ich habe Angst, den ganzen Dreck zu überleben. Angst, es vielleicht irgendwann zu bereuen. Vielleicht, warum auch immer, ein kleines Stück Leben zurück zu wollen und es zu bereuen, dass es dafür zu spät ist. Ich schäme mich zu schreiben, mir gern ein kleines Stück Leben erlauben zu wollen. Nicht verdient, mit Sicherheit nicht.

Wunderschönes, offenes Fleisch. Langsam, aber sicher geht mir das Schneidefleisch verloren. Auf Haut und Knochen schneidet es sich nicht schön. Genausowenig auf vernarbter Haut. Überall geht es zudem aufgrund meines (Ex)Freundes nicht. Man hat es wahrlich schwer.

Müde. So müde. Innerlich getrieben, irgendetwas in mir ist wach. Es ist seit Tagen wach. Es sitzt dort, seine Augen sind weit aufgerissen. Es blickt hastig umher. Links. Rechts. Es hat Angst, ist getrieben. Zitternd sitzt es dort. Es muss bereit sein. Jederzeit. Bereit zur Flucht. Jederzeit.
Außerdem schreit es wieder. Unklar, ob es schreit, oder doch etwas anderes. Heute Nacht schrie ich fast auf, weil es derart plötzlich und laut in meinem Kopf begann zu schreien.

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