Es gab eine Zeit in meinem Leben, da erhielt mich diese Schönheit der Natur und der Tierwelt am Leben. Ich denke, diese Zeiten sind zurück.
Erinnerungen sind geblieben. An das Weihnachtsfest. Auf das ich das ganze Jahr lang warte, wartete. Auch diese Zeit, wundervoll. Warme Erinnerungen aus der Kindheit. Vom ersten bis zum vierten Advent, bis zum 24. Dezember lag ein unbeschreiblicher Zauber in der Luft. Streitigkeiten verloren sich hinter Adventskränzen, Streitigkeiten verloren ihr zerstörendes Gesicht im warmen Kerzenschein. Es war alles nur ein Spiel, ein Spiel, das sie auch sonst alle spielten. Doch der Zauber der Weihnachtszeit schaffte es tatsächlich, dass man es vergessen konnte. Dass alles nicht ehrlich, nur äußerlich perfekt war. Fehlende, liebende Wärme und Sicherheit fand man im Kerzenschein des Weihnachtsbaums, den man liebevoll selbst geschmückt hatte. Oder aber im Duft von so leckeren Weihnachtsplätzchen, die man mit seiner Mutter selbst gebacken hatte. Nur, um den Schein einer heilen, Plätzchen backenden Familie zu wahren. Dennoch, der Duft gab Sicherheit. Wärme und Sicherheit. Der Geschmack noch viel mehr.
Es war in der Weihnachtszeit, als sie hinter der verschlossenen Küchentür standen und stritten. Glaubten, dass ich im Wohnzimmer nichts mitbekam. Nicht verstehen würde, als mein Vater aus der Küchentür herauskam, sich neben mich ins Wohnzimmer setzte und in der Pension in Bayern anrief, in der wir sooft unsere Sommerurlaube verbrachten. Er sagte den geplanten Urlaub für kommenden Sommer ab, während ich mich im Genuß der Weihnachtsplätzchen verlor. Er sich im Genuß von Alkohol. Meine Mutter in einem Genuß, von dem ich nichts weiß, da ich keine wirkliche Verbindung zu ihr hatte und habe. Meine Großeltern in einem Genuß von `Das Spiel bis zum Ende spielen`. Darüber hinaus. Ewig spielen. Bald habe ich sie wieder. Die Zeit, die dieses Spiel ertäglich macht. Hoffentlich auch dieses Jahr, auch wenn sie seit meiner Kindheit, niemals mehr die selbe scheinbare Schönheit hatte.
06:54
Der Termin steht.
Morgen. Morgen werde ich meine geliebten Meerschweinchen für immer abgeben müssen. Morgen.
Wie sehr ich diese Worte hasse `Es ist zu ihrem Besten. Sie werden es sehr gut haben.`. Es ist die Wahrheit, ansonsten würde ich sie niemals abgeben, ja. Dennoch. Ich gebe einen weiteren Teil, der mich am Leben hielt und hält, ab. Vorbereitung? Definitiv. Die Frage ist nur, in welche Richtung.
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